Wirtschaftsforum der SPD e.V. begrüßt Label für ressourcenintensive Produkte

12. September 2016: Das Wirtschaftsforum der SPD e.V. unterstützt den Vorschlag von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks, eine neue Kennzeichnung für Produkte einzuführen, bei deren Herstellung besonders viele oder seltene Ressourcen verbraucht werden. Das Konzept für ein „zweites Preisschild“ für Sozial- und Umweltkosten von Produkten ist Teil des Integrierten Umweltprogramms 2030. Für Elektrogeräte sollen die neuen Hinweise als erstes eingeführt werden, wenn bei der Produktion beispielsweise seltene Erze wie Coltan verwendet wurden. Auch für den Lebensmittelbereich ist die Einführung eines solchen Labels denkbar.

Dr. Ines Zenke, Vizepräsidentin des Wirtschaftsforums der SPD, betont: „Verbraucherinnen und Verbrauchern eine nachhaltige Kaufentscheidung zu erleichtern, ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer nachhaltigen sozialen Marktwirtschaft. Die Politik muss Anreize setzen, um Investitionen in eine nachhaltige Produktion zu erleichtern. Ein Label, das über den Ressourcenverbrauch Auskunft gibt, kann die Kaufentscheidung der Konsumenten beeinflussen. Eine nachhaltige Produktion wird somit zum Wettbewerbsvorteil. “

Margit Conrad, Staatsministerin a.D. und Leiterin des Fachforums Ressourcen und Nachhaltigkeit, unterstreicht: „Rohstoffeffizienz gehört wie Klimaschutz zu den Innovationstreibern in der Industrie. Energieproduktivität und CO2-Bilanzen sind heute etablierte Kennziffern. Rohstoffeffizienz, d.h. mit weniger mehr produzieren, oder Recyclingfähigkeit brauchen ähnliche Transparenz und fördernde Rahmenbedingungen, auch durch die Politik.“

Die Idee, das Bewusstsein der Konsumenten durch die Einführung von Labeln zu stärken, wurde im April 2016 auch auf einer Veranstaltung des Fachforums „Ressourcen und Nachhaltigkeit“ des Wirtschaftsforums der SPD mit Bundesumweltministerin Barbara Hendricks diskutiert. Im Fokus stand hierbei die Einführung eines freiwilligen Recycling-Labels der Wirtschaft. Das Label soll Produkte kennzeichnen, die nach dem Ende ihrer Nutzung wieder problemlos recycelbar sind.